Samstag, 31. Dezember 2011

BuM und der indische Verkehr!

Mahlzeit aus Mysore!
Die letzte Woche unserer Indien-Reise ist angebrochen und es wird Zeit, hier mal Klartext zu schreiben. Denn das mit dem Verkehr in Indien ist wirklich erzaehlenswert! Nachdem wir nun schon ein bisschen ueber unsere Erlebnisse mit der Indian Railway Coop. berichtet haben, heute ein paar Zeilen zum Busfahren.

Unsere erste Busfahrt gestaltete sich extrem schaukelig und abenteuerlich. Denn wir fuhren von der Westkueste Keralas (Kannur) rauf in die Berge, nach Waynad. Und wie das Woertchen rauf schon sagt, Serpentinenstrasse vorprogrammiert. Und das auf indisch. Mit tollen Warnschildern, ELEPHANT PASSING BY und so weiter. BuM hat man als Auslaender gleich mal wohlwollend in die erste Reihe gesitzt und so schaukelten wir rauf auf den Berg. Der Busfahrer verdiente sich meine allergroesste Hochachtung. Dann gefahren ist er wie die Sau, ARSCHKOPF wuerd mein Vater dazu sagen, und trotzdem ist alles gut gegangen. Wobei ich mich bei vielen Kurven am Mann festgehalten hab, Augen zu (als ob das was helfen wuerde)....

Das Busfahren wurde dann schoen langsam zu BuMs neuem Extremsport. Denn wenn man die erste Angst und Panik mal abgeschuettelt hat und Barney seine Knie mit Pullover umwickelt hat (die Bussitze sind sehr eng, kein Wunder, die Inder sind ja halb so lang wie wir) ist es wie Achterbahnfahren. Nur billiger!

Dann eines Tages machten wir uns auf den Weg nach Mysore. 3 bis 5 Stunden Busfahrt fuer knappe 100km, keine Sache, wir haben ja Urlaub. Direkt vor unserem Hotel ist die Bushaltestelle und auch eine kleine Steinbank zum draufsitzen. Komisch, denk ich mir, eigentlich muessen wir ja auf die andere Seite, denn die Inder fahren ja links. Macht nix, sagt mein Mann, hier haben wir beide Richtungen gut im Blick und sehen wenn der Bus kommt. Jajaja .....

Es hupt, es scheppert und 2 Sekunden spaeter biegt dieses rostige Busgefaehrt um die Ecke, schert ordentlich aus um diese Haarnadelkurve auch zu bekommen und kommt auf uns zu. Ich sitze noch immer etwas verwirrt auf der Steinbank. Barney steht da, schreckt sich unglaublich, da der Bus vielleicht 10cm vor unseren Koepfen vorbeifaehrt, geht einen Schritt zurueck und ......... liegt 1m tiefer in einem trockenen Bachbett auf dem Ruecken wie ein Kaefer. Brav das Handy nach oben haltend, damit da ja nix passiert. Himmel, Arsch und Zwirn - welch ein Schreck. Bevor ich noch reagiert springt schon einer aus dem Bus und zieht Barney aus dem Loch, ich schlepp mich und die Rucksaecke in den klapprigen Bus und Barney sich selbst inklusive dem halben Dschungel von Waynard. Nachdem der erste Schock gefallen ist, die im Bus sitzenden Inder (die uns natuerlich, wie immer, alle anstarren) langsam zu kichern beginnen, kann auch der Barney wieder lachen. Nix passiert. Ausser ein paar Schrammen an den Beinen. EchteVerletzungen eines Tigers, wie er in den naechsten Stunden behauptet!

Der Rest der Busfahrtist typisch indisch. Warten, warten, warten auf den Anschlussbus. Sich ordentlich zwischen den Sitzen einklemmen, Spielraum nach oben (zwecks Schlagloecher) beachten und los gehts. Halbe Strecke auf Schotterstrassen, die Temperatur steigt, die Menschen im Bus werden immer mehr und mehr (wo kommen die nur alle her???) dann wieder auf Asphalt. Es zieht wie im Vogelhaus und dann, Stunden spaeter sind wir da. In Mysore. Wer diese Stadt nicht sieht, kennt den Sueden Indiens nicht, sagt der Reisefuehrer - und das stimmt wohl!

Also - bald wartet die naechste Busfahrt auf uns. To be continued ...

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